Anfangs skeptisch, habe ich mich entschieden, diese Stabsäge für diverse kleinere Aufgaben im Garten auszuprobieren. Zu meiner Überraschung nutze ich sie deutlich öfter als erwartet. Die Anschaffung war eine gute Entscheidung. Sie ist überaus vielseitig. Mit den speziellen Sägeblättern für unterschiedliche Materialien kann sie Holz, Holz mit Metallteilen (wie Nägeln) oder auch reines Metall sägen. Natürlich sägt sie Holz viel leichter als Metall. Im Metall ist der Schnitt langsamer, aber er erfolgt. Obwohl es für die absolute Leistungsfähigkeit spezielle Werkzeuge gibt, die diese Materialien schneller schneiden (wie eine Kettensäge für Holz oder einen Winkelschleifer für Metall), ist dieses Werkzeug viel einfacher zu bedienen und vor allem viel sicherer als eine Kettensäge oder ein Winkelschleifer. Natürlich muss auch bei diesem Werkzeug wie immer vorsichtig gearbeitet werden. Aber Kettensäge und Winkelschleifer sind in Bezug auf die Gefahr bei falschem Gebrauch oder Unfällen eine andere Hausnummer. Außerdem sind die Sägeblätter austauschbar und vergleichsweise günstig, sodass sie bei schwierigen Arbeiten 'opfert' werden können, in denen dieses Werkzeug unangefochten ist. Zum Beispiel beim flachen Absägen eines kleinen Baums oder beim Entfernen des Wurzelwerks eines Hecks: Das Sägeblatt kommt unvermeidlich mit Holz, Erde und Steinen in Kontakt. Das würde die Kette einer Kettensäge sofort ruiniieren, die nachgeschärft oder ersetzt werden müsste (und Ketten sind viel teurer als Sägeblätter für eine Stabsäge). Diese Säge hat damit keine Probleme und durchdrückt langsam Holz, Erde und kleine Steine zusammen. Selbst wenn ein Sägeblatt beschädigt wird, ist das kein großes Problem – man zieht es einfach aus und setzt ein neues in wenigen Sekunden ein. Ein weiteres Beispiel: Metallsägen (z. B. bei der Demontage einer Wellblechhütte) aus etwas akrobatischen Positionen (z. B. von oben einer Leiter). Mit einem Winkelschleifer würde man sein Leben riskieren. Mit diesem Werkzeug ist es möglich, mit großer Vorsicht solche Schnitte aus schwierigeren Positionen vorzunehmen. Batterieleistung/Laufzeit: Bezüglich der Leistung sage ich sehr gut. Allerdings verbräucht sie bei intensiver Nutzung (wie in den oben genannten Fällen) ziemlich viel Akku. Ich habe mehrere Akku-Werkzeuge von Makita, und der Verbrauch hängt vom Werkzeug selbst und von der Intensität der Arbeit ab. Wenn Sie also immer extrem intensive Arbeiten erledigen müssen, bereiten Sie sich mit mehreren geladenen Akkus vor. Oder nehmen Sie die Kabelversion. Ergonomie: Sie ist recht schwer und hat einen sehr langen Hebel, deshalb muss sie mit beiden Händen gehalten werden. Das ist gut für die Sicherheit: Beide Hände befinden sich am Werkzeug – man hält es ein wenig wie eine Schusswaffe – und sind damit außerhalb der Reichweite der Sägeklinge. Gleichzeitig schließt diese Ergonomie die Nutzung im leichten Kettensägen-Stil mit einer Hand aus. Fazit: Es ist ein Werkzeug für Schmutzarbeit. Um sicher und entspannt gearbeitet werden zu können.